Warum Vertrauen die Grundlage erfolgreichen Fundraisings ist

Warum Vertrauen die Grundlage erfolgreichen Fundraisings ist

Wenn man dir nicht vertraut, erhältst du selbst für ein äußerst wichtiges Projekt keine finanzielle Unterstützung. Es reicht also nicht aus, nur gute Absichten zu haben und für etwas Wichtiges zu sammeln.

Ein wichtiges soziales Problem und ein emotionales sowie professionelles Engagement sind ein guter Start für eine Spendenkampagne. Das allein garantiert jedoch noch keinen Erfolg, vor allem auf lange Sicht. Deshalb ist es wichtig, ein paar Dinge zu beachten:

Das Vertrauen der Spender kann in Sekundenschnelle verloren gehen: Intransparente Berichterstattung oder das Fehlen solcher Reports, die Manipulation der Emotionen der Spender, unethische Kommunikation nach außen oder innerhalb des Teams – all das sind typische Gründe für den Vertrauensverlust, natürlich abgesehen von der allseits bekannten Korruption.

Was ist also das Geheimnis, um das Vertrauen von Spendern und Partnern zu gewinnen und zu erhalten?

Es ist die Kohärenz. Ja, genau das ist es. Übereinstimmung zwischen Ziel, Identität und Kommunikationskultur sowie Handlungen innerhalb und außerhalb der Organisation, Ehrlichkeit in der Kommunikation mit Spendern und Teammitgliedern, Übereinstimmung der Kommunikation mit Spendern und Mitarbeitern mit den erklärten moralischen Werten, gleichermaßen respektvolle Arbeitskultur und Einstellung gegenüber allen, vernünftiger Einsatz der Mittel und systematische Transparenz in der Berichterstattung, regelmäßige Kommunikation mit den Spendern und freundschaftlicher Umgang mit ihnen statt mit ihren Geldbörsen – nur dann braucht man sich keine Sorgen um den Verlust des Spendervertrauens machen.

Mit anderen Worten: Wenn man ehrlich zu seinem Team und seinen Spendern ist, transparent und vernünftig berichtet, also verantwortungsbewusst mit den gesammelten Mitteln umgeht und systematisch versucht, die Effizienz der Organisation zu verbessern. Das heißt, man kann die geleistete Arbeit analysieren, ist bereit, dem Team, den Hilfeempfängern und den Spendern zuzuhören, und ist immer bereit, Fehler zuzugeben und zu korrigieren (denn die gibt es bei allen und ziemlich oft). In diesem Fall wird man Unterstützung für seine Projekte bekommen, weil man Professionalität und Menschlichkeit zeigt, die immer Vertrauen und den Wunsch zur Zusammenarbeit wecken.

Und das Wichtigste ist, sich daran zu erinnern: Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Jede noch so kleine Unwahrheit in der Kommunikation oder beim Fundraising kann öffentlich werden und sogar langjähriges Spendervertrauen zerstören.

Von
Dr. Alla Kovalenko
Kommunikationswissenschaftlerin